Die Anfänge

Ich bin am 31. Juli 1989 in Gera geboren. Nach einem beherzten Sprung ins kühle Nass ohne jegliche Begleitung stand für meine Eltern fest – unser Junge lernt Schwimmen. Um sie vor Panikattacken zu schützen, musste noch im Kindergarten das Seepferdchen her. Das war mit vier Jahren. Da ich mich von Anfang an im Wasser wohl gefühlt habe, bin ich im Schwimmverein geblieben. Nach und nach habe ich die ersten kleinen Wettkämpfe bestritten. In der 5.Klasse, 1999, dann der erste große Schritt – auf ins Erfurter Sportgymnasium.

Mein erster Triathlon

Der Geraer Powertriathlon im Jahr 2003 über die Distanz von 200m Schwimmen, 5km Radfahren und 1000m Laufen. Die Ausstattung: ein auf Zuwachs gekauftes Mountainbike aus dem Baumarkt, ein knallgelbes Baumwollshirt und einfache Turnschuhe. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich 2004 zum Triathlon an das Sportgymnasium in Jena wechselte und unter Anleitung von Klaus-Peter Justus, dem aktuellen Triathlon U23 Bundestrainer, bis zu meinem Abitur trainierte.

Das Studium und Ehrenamt

Sport ist meine Leidenschaft. Die Konsequenz: ein Studium der Sport- und Wirtschaftswissenschaften, um neben der Praxis auch die theoretischen Fachkenntnisse zu erweitern. In meinem Heimatverein, dem TSV 1880 Gera-Zwötzen, habe ich von 2008 bis Anfang 2015 als Jugendwart mein Wissen und meine Erfahrungen an unsere Kinder und Trainer weitergegeben. Ich bin sehr stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben.

Ironman 70.3 und die erste Weltmeisterschaft

Der nächste große Schritt - Meine erste Halbdistanz in Köln über 70,3 Meilen im Jahr 2009. Mit einer Endzeit von 4:15:57 h war ich knapp 15 Minuten schneller als erwartet. Die Überraschung folgte zwei Jahre später beim Ironman 70.3 in Antwerpen: Ich qualifizierte mich für die Weltmeisterschaften, welche schon knapp zwei Monate später in Las Vegas stattfanden. Damit nahm alles seinen Lauf – ein überraschender Vizeweltmeistertitel der Altersklasse (AK) 18 bis 24 – und der Wunsch nach mehr war geweckt.

Amateurweltmeister 2013 und 2014

Mit 33 Sekunden Rückstand bei meiner ersten WM Teilnahme stand ein großes Ziel, ein Traum sozusagen, noch aus. Ich wollte wieder bei der WM in Las Vegas starten. Im Herbst 2012 ging es in Aix-en-Provence erfolgreich um den Slot für die WM 2013. Mit der Qualifikation folgte eine lange Vorbereitung für das Rennen im September 2013. Das Ziel war klar – ich wollte gewinnen. Und tatsächlich, es ging alles auf. Ein wunderbarer Tag, den ich nie vergessen werde. Mit der direkten Qualifikation fuhr ich ein Jahr später nach Mont-Tremblant (Kanada), wo ich in der AK 25-29 erneut Weltmeister wurde.

Vom Amateur zum Profi – das ist mein Weg

Als Amateur habe ich auf der Distanz von 70.3 Meilen für mich persönlich das Maximum erreicht. Um mich weiterzuentwickeln und meine Grenzen auszutesten habe ich einen Schritt gewagt, an den ich vor ein paar Jahren selbst nicht geglaubt hätte. Seit dem 01. Januar 2015 starte ich mit einer Profilizenz – gegen die besten Athleten der Welt, mit neuen Zielen und dem Traum von Hawaii. Bei den bisherigen Rennen musste ich feststellen, dass noch ein großes Stück Arbeit vor mir liegt – auf die ich mich aber sehr freue.

Abschluss des Studiums und Ausblick

Im Sommer 2015 habe ich mein Studium der Sport- und Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen und bereite mich seitdem gezielt auf die kommenden Jahre, dem Projekt „IRONMAN Hawaii 2018“ und die neuen Herausforderungen vor. Zusätzlich werde ich als Trainer mein Wissen und meine Erfahrungen aus Theorie und Praxis, an Athleten und Unternehmen, weiter geben.

 

Mein Dreijahresplan – Hawaii 2018

Ein Schritt zurück - zwei Schritte nach vorn

Nach vielen Überlegungen habe ich mich Ende 2017 dazu entschlossen, 2018 ohne Profilizenz in die Saison zu starten. Neue berufliche Herausforderungen waren der Auslöser für einen Umzug und eine neue Stadt. Mir ist es wichtig, das Beste zu geben - überall. Seit 2016 studiere ich im Master Sportmanagement, nebenberuflich an der FSU Jena und plane gegen Ende des Jahres fertig zu werden. Beide Neuerungen erfüllen mich, benötigen aber entsprechend Zeit. Mit etwas weniger Zeitbudget wie gewohnt, plane ich somit meine Rennen, Trainingslager und den Trainingsalltag an sich. Das Ziel, IRONMAN Hawaii, bleibt bestehen - nur die Rahmenbedingungen werden etwas angepasst.